Tour der Ideen mit der Landtagskandidatin Dr. Dörte Liebetruth

 
Foto: Hu

Tour der Ideen am Etelser Bahnhof

 

ETELSEN Vor dem Etelser Schloss begrüßte Bürgermeister Andreas Brandt die SPD-Landtagskandidatin Dr. Dörte Liebetruth. Gemeinsam mit Etelsens Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher erzählte er die Geschichte des Schlosses, das 1885 bis 1887 von den Brüdern von Heimbruch erbaut wurde. Als sie starben, erbte Graf Christian von Reventlow das Schloss. Er starb 1922 und wurde als Letzter im Mausoleum beigesetzt. Seine Erben verkauften schließlich das Schloss.

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde dort ein britisches Lazarett eingerichtet, von 1948 bis 1953 war es Krankenhaus und nach einem Leerstand 1959 ein Tierpark mit Schlossrestaurant. Dieser Tierpark hielt sich aber nicht lange, Schloss und Park verfiel. Um den Verfall aufzuhalten, wurde 1979 der ,,Förderkreis Schloss Etelsen“ gegründet. Das Schloss kaufte der Landkreis, so dass die Ziele des Vereins erfüllt waren und er sich 1981 in Schlossparkverein umbenannte. Das Schloss wurde 1983 saniert und dient dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) als Tagungsort. 2013 fand dort auch die erste Klausurtagung der SPD-geführten Landesregierung statt, ergänzte Dörte Liebetruth.

Bürgermeister Andreas Brandt als Vorsitzender des Schlossparkvereins erläuterte, dass einige Bäume gefällt werden mussten, aber über hundert Bäume neu gepflanzt wurden. Die Wege wurden wieder historisch angelegt und werden saniert. Da der Verein für die Pflege des elf Hektar großen Parks zuständig ist, wird dieser auch in Zukunft nicht ohne Spenden auskommen, so dass die Neujahrsspende auch weiterhin fester Bestandteil bleibt.

Auf der Weiterfahrt zeigte Dr. Wolfgang Ernst, wo einmal die Burg Hagen gestanden hat, die einem von der Hagen als Zweitwohnsitz gehörte. Es war eine Turmhügelburg, umgeben von einem Wassergraben. Über hundert Eichenpfähle wurden in der dort noch fließenden Alten Aller gefunden, entweder als Brücke oder eher als Flusssperre, um Zoll erheben zu können. Der Burghügel ist noch erkennbar, auch der Wassergraben.

Nächstes Ziel war das Küsterhaus in Daverden, das der ,,Verein für Kultur und Geschichte Daverden“ von der Kirchengemeinde Daverden für 25 Jahre gepachtet hat. Die Vereinsvorsitzende Theda Henken erläuterte, dass dieses Haus von 1733 bis 1968 auch als Schule diente. Ziel des Vereins ist es, dieses Küsterhaus zu sanieren und anschließend zu nutzen. Seit einer Woche liegt die Baugenehmigung für die Sanierung vor, die Finanzierung ist gesichert. Wichtig sind jedoch auch in Zukunft Spenden, so Theda Henken, um auch Künstler dort auftreten zu lassen.

Das Küsterhaus steht nicht unter Denkmalschutz, aber das Häuslingshaus in Langwedel, das anschließend besucht wurde. Dieses Gebäude stellte Dr. Wolfgang Ernst vor. Ehrenamtlich und leidenschaftlich wurde dieses Haus saniert, das ab 1842 als Anbauerstelle genutzt wurde. Die Ständer dieses Zwei-Ständer-Hauses sind bereits 250 Jahre alt, erläuterte er. Einzigartig  in der niederbäuerlichen Schicht ist aber die Wandbemalung, die in 23 Schichten über der Lehmwand aufgebracht wurde und die aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten bleiben muss. Waren die Bewohner Langwedels anfangs noch skeptisch gegenüber der Sanierung, so ist jetzt eine 90prozentige Akzeptanz festzustellen, freute sich Wolfgang Ernst.

Sowohl beim Küsterhaus als auch beim Häuslingshaus zeigte Dr. Dörte Liebetruth mögliche Förderungsmöglichkeiten auf. Sie versprach, sich dieser Sache anzunehmen.                       hu

 
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